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Die wichtigsten Fachbegriffe aus der Zahnmedizin.

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Amalgam

Amalgam ist eine kostengünstige Legierung, die insbesondere aus Quecksilber, Zinn und Kupfer besteht, welche für Füllungen insbesondere im Backenzahnbereich genutzt wird. Aufgrund des Quecksilbergehaltes ist diese Füllung seit Jahren umstritten. Viele Zahnärzte bieten nur noch sh.??? Kompositfüllungen an, die die gesetzlichen Krankenkassen im Gegensatz zu Amalgam-Füllungen nicht vollständig übernehmen bzw. erstatten.

Ankerzähne

Ankerzähne dienen zur Befestigung von festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz. Nachteil bei dieser Art der Befestigung ist, dass für den Zahnersatz gesunde Zähne angeschliffen werden müssen, damit die Befestigung gewährleistet ist. Aus diesem Grund wird versucht, bei solchen Patienten Implantate zu setzen, die ohne Ankerzähne halten.

BEB

Die bundeseinheitliche Benennungsliste für zahntechnische Leistungen hat im Gegensatz zu der BEL keine verbindlichen Höchstsätze. Für die Anfertigung von höherwertigem Zahnersatz außerhalb der Regelversorgung ist die BEB Berechnungsgrundlage des zahntechnischen Labors.

BEL

Im bundeseinheitlichen Verzeichnis zahntechnischer Leistungen sind verbindliche Höchstsätze für Laborleistungen (Zahntechniker) festgelegt. Die BEL wird insbesondere bei Kassenleistungen (ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig) zugrunde gelegt. Vorsicht bei Zahnzusatzversicherungen, welche die BEL als Abrechnungsgrundlage nehmen.

BEMA

Bewertungsmaßstab für kassenzahnärztliche Leistungen. Die BEMA ist dieAbrechnungsgrundlage zwischen Zahnärzten und gesetzlichen Krankenkassen. Siehe auch GOZ.

Bonusheft

Seit 1989 können Patienten beim Zahnarzt "Stempel" sammeln und so die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen dokumentieren. Wer für die letzten Jahre ein ordentlich geführtes Bonusheft nachweisen kann, bekommt von der gesetzlichen Krankenkasse für ein 5 Jahre lückenlos geführtes Bonusheft einen Bonus von 20%, sodass die Leistung der Krankenkasse von 50% auf 60% (Berechnungsgrundlage Regelversorgung) bzw. nach 10 Jahren einen Bonus von 30%, sodass hier die Leistung (Berechnungsgrundlage Regelversorgung)  bei 65% liegt.

Brücke

Eine Brücke ist ein Zahnersatz, der seine Abstützung ausschließlich auf Zähnen, Zahnwurzeln oder Zahnimplantaten - auch Anker genannt - findet.

Dentallabor

siehe Zahntechniker

Dentaltechniker

siehe Zahntechniker

dentin-adhäsive Rekonstruktion

siehe Kompositfüllungen

Einlagefüllung

siehe Inlay

Endodontie

Behandlung des Wurzelkanals; Entfernung des entzündeten oder infizierten Zahnmarkes, Reinigung und Erweiterung des Wurzelkanals; anschließend Füllung und luftdichte Abdichtung des entstandenen Hohlraums. Aufgrund dieser Behandlung kann der Verlust eines Zahnes in vielen Fällen verhindert werden.

Festzuschuss

Seit 2005 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nur noch sog. Festzuschüsse. Wie der Name schon sagt, bekommen gesetzlich Versicherte lediglich  einen Zuschuss, d. h. auch bei der einfachsten Ausführung des Zahnersatzes (Regelversorgung) bleibt für den Versicherten ein Eigenanteil übrig.

Fissuren

Fissuren sind Vertiefungen (Rillen) auf den Kauflächen der Backenzähne.

Fissurenversiegelung

Sollten Fissuren so tief sein, dass eine tadellose Pflege mittels Zahnbürste nicht mehr möglich ist, ist es sinnvoll, diese Fissuren mittels flüssigen Kunststoffs aufzufüllen.

Füllung

Bei einem Kariesbefall des Zahnes bohrt der Zahnarzt die krankhafte Stelle heraus, säubert und desinfiziert diese und füllt das Loch mittels Amalgam oder Kompositfüllungen wieder auf.

Funktionsanalyse

Wird auch funktionelle Gebissanalyse genannt. Mithilfe eines Messgerätes wird untersucht, ob eine Kaufunktionsstörung vorliegt. Solche Funktionsstörungen können für eine Reihe von weiteren Krankheiten verantwortlich sein, bspw. Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Migräne oder Tinnitus.

Funktionstherapie

Mittels der Funktionstherapie werden Bisskorrekturen behoben, die im Rahmen der Funktionsanalyse festgestellt wurden.

GOZ

Gebührenordnung für Zahnärzte. Sie gilt für die nicht kassenzahnärztlichen Leistungen, dieses werden nach BEMA berechnet. siehe auch BEMA.

Heil- und Kostenplan

Der Heil- und Kostenplan ist (quasi) der Kostenvoranschlag für die vom Zahnarzt geplante Zahnersatzmaßnahme. Er dient zur Vorlage und Beantragung des Festzuschusses bei der gesetzlichen Krankenversicherung und ebenso zur Vorlage bei der Zahnzusatzversicherung.

Implantat

Ein Implantat besteht in der Regel aus mehreren Einzelteilen:

  • Implantatkörper: Er wird im Knochen verankert.
  • Implantatpfosten: Er verbindet den Implantatkörper mit der Suprakonstruktion.
  • Suprakonstruktion: prothetischer Aufbau (Krone, Brücke, Teleskop, Steg)

Inlay

Ein Inlay ist eine im zahntechnischen Labor hergestellte Zahnfüllung, die in der Zahnmedizin eingesetzt wird, i. d. R. um Kariesfolgen zu behandeln.

Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie ist das Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne (Zahnfehlstellung) befasst.

KIG

KIG ist das neue befundbezogene kieferorthopädische Indikationssystem mit Einstufung des Behandlungsbedarfs nach kieferorthopädischen Indikationsgruppen. Es löst das bisherige therapieorientierte Indikationssystem am 1.1.2002 ab. Der Kieferorthopäde hat anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (Schema - KIG) festzustellen, ob der Grad einer Fehlstellung vorliegt, für deren Behandlung der Versicherte einen Leistungsanspruch gegen die Krankenkasse hat.
Mit dem KIG-Bewertungs-System soll der Zahnarzt - unmittelbar vor dem geplanten Behandlungsbeginn - bei der klinischen Untersuchung die Fehlstellung mit dem größten Behandlungsbedarf erkennen.
Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (Befunde) sind in fünf Behandlungsbedarfsgrade eingeteilt. Der Befund mit dem höchsten Behandlungsbedarf entscheidet über die Kostenübernahme. Nur bei den Graden 3, 4 und 5 hat der Versicherte einen Leistungsanspruch gegenüber seiner Krankenversicherung.
Die Grenzziehung wurde willkürlich und ausschließlich aus Kostengründen vorgenommen, ohne die notwendige Behandlung der restlichen Anomalien infrage zu stellen. Diese können nunmehr nur noch mit einem privaten Behandlungsvertrag behandelt werden.

Kompositfüllungen

Kunststoffe für dauerhafte Zahnfüllungen sind sogenannte Komposits, die chemisch aus einem räumlichen Gitternetz bestehen, in das Füllstoffe eingelagert sind, die die Eigenschaften des Materials wesentlich bestimmen. Kompositfüllungen enthalten anorganische Füllstoffe sowie Kunststoffe auf Acrylatbasis. Heute werden für ästhetisch anspruchsvolle Füllungen nur noch Komposits benutzt, die durch Bestrahlung mit blauem Licht gehärtet werden.

Krone

Die natürliche Zahnkrone ist der obere Teil eines Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt. Sie ist mit Zahnschmelz bedeckt, der härtesten im menschlichen Körper vorkommenden Substanz. Die Bezeichnung "Krone" rührt daher, dass sie mit den rundherum befindlichen Zacken, den Höckern, der Kontur einer königlichen Krone ähnelt.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch eine künstliche Krone (aus einer Edelmetalllegierung oder Keramik) als "Krone" bezeichnet.

Kunststoff-Füllungen

siehe Kompositfüllungen

Milchzähne

Milchzähne sind die "Ersten" Zähne des Kindes. Die Zähne  wachsen ab dem 6. Lebensmonat, bis das Gebiss im Alter von 3-4 Jahren komplett ist. Auch die Pflege der Milchzähne ist essentiell wichtig.

Onlay

Ein Onlay (auch Kuppelfüllung genannt) ist der Ersatz der defekten, geschwächten Zahnwände durch Übergreifen des Onlays über die Höcker des Zahns, welche die Kaukraft tragen. Der Übergang vom Inlay über das Onlay zur Teilkrone ist fließend.

Paradontitis

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt. Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das funktionelle Verankerungssystem des Zahnes. Er besteht aus:

  • Zahnfleisch
  • Zahnzement
  • Zahnfach
  • Wurzelhaut

Man unterscheidet eine apikale (von der Wurzelspitze ausgehende) und eine marginale (vom Zahnfleischsaum ausgehende) Parodontitis, welche jedoch auch ineinander übergehen können (Paro-Endo-Läsionen). Ursache für die apikale Parodontitis ist ein marktoter Zahn. Die Therapie besteht in einer Wurzelkanalbehandlung, einer Wurzelspitzenamputation oder dem Entfernen des Zahnes.

Plombe

siehe Füllung

Präparation

Unter einer Präparation versteht man in der Zahnmedizin die Abtragung von Zahnhartsubstanz als vorbereitende Maßnahme für eine Füllung, Krone oder Inlays. Nach dem Abtragen der kariösen Zahnhartsubstanz wird die Kavität(Erklärung??) zur Aufnahme des Füllungsmaterials präpariert. Nach der Präparation kann die Funktion des Zahnes durch eine Füllung wiederhergestellt werden.

Prothese

Herausnehmbarer Zahnersatz; man unterscheidet zwischen Teilprothese und Totalprothese.

Regelversorgung

Die Regelversorgung stellt eine absolute Grundversorgung sicher. Sie ist ein Kompromiss zwischen medizinisch Machbarem und kassen(mäßig)seitig Bezahlbarem. Die Regelversorgung ist ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig (also die einfachste Versorgungsform).
Eintypisches Beispiel hierfür ist die Krone auf dem oberen ersten großen Backenzahn: Die Regelversorgung sieht dafür eine Metallkrone (Vollgusskrone) vor. Wird diese nun mit einer weißen Schicht zahnfarben verblendet (Verblendkrone; für diesen Zahn außerhalb der Regelversorgung), so gilt diese "weiße Krone" als Zusatzleistung (auf dem Boden)zu einer Regelversorgung und deshalb als "gleichartiger Zahnersatz". Der Versicherte erhält dafür den "Festzuschuss Metallkrone" von seiner Kasse und trägt die anfallenden Mehrkosten für das zahnfarbene Aussehen.

Veneer

Veneer ist eine hauchdünne, lichtdurchlässige Keramikschale für die Zähne, die mit Spezialkleber auf die Zahnoberfläche - vor allem von Frontzähnen - aufgebracht wird. Die Haftschale besteht aus Keramik (Porzellan).

Veneers

Veneers auch Verblendschalen genannt werden heute nicht nur aus ästhetischen Gründen hergestellt, sondern auch, um die Zahnsubstanz, insbesondere der Frontzähne zu schonen bzw. Bisskorrekturen herbeizuführen. Bei medizinischer Notwendigkeit werden von einigen Zahnzusatzversicherungen die Kosten übernommen.

Weisheitszahn

Die Weisheitszähne sind die hinteren Backenzähne. Die Weisheitszähne sind die Zähne, die sich erst relativ spät entwickeln, bei einigen Menschen brechen diese gar nicht durch.

Wurzelfüllung

siehe Endodontie

Wurzelspitzenresektion

Bei einer Wurzelspitzenresektion (chirurgischer Eingriff) wird die Wurzelspitze von außen durch den Kieferknochen von unten her gekappt. Hierbei wird versucht, den entzündeten Bereich der Wurzel zu entfernen, um so den natürlichen Zahn zu erhalten.

Zahnbehandlung

Als Zahnbehandlung gelten konservierende Leistungen (z.B. Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen), paradontologische Leistungen, Schienen- und Aufbissbehelfe.

Zahnersatz

Zahnersatz ist der Sammelbegriff für jegliche Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne. Die Planung, Herstellung und Eingliederung von Zahnersatz fällt unter die zahnmedizinische Fachrichtung Prothetik. Als Zahnersatz gelten Zahnprothesen, Zahnkronen, Teilkronen, Zahnbrücken, Stiftzähne, Inlays sowie Implantate.

Zahnimplantate

Zahnimplantate sind in den Kieferknochen eingesetzte Fremdkörper. Das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit dem Einsetzen von Zahnimplantaten in den Kieferknochen befasst, wird als Implantologie bezeichnet.

Zahnprophylaxe

Die zahnmedizinische Prophylaxe, auch vorbeugende Zahnheilkunde oder zahnmedizinische Prävention genannt, beschäftigt sich mit vorbeugenden Maßnahmen, welche die Entstehung von Krankheiten an Zähnen und am Zahnhalteapparat verhindern sollen. Als Zahnprophylaxe gelten professionelle Zahnreinigung (PZR), Versiegelung, Fluoridierung, Speicheltests zur Keimbestimmung, Kariesrisikodiagnostik sowie das Erstellen eines Mundhygienestatus und die weiteren Kontrollen des Übungserfolges. Gute Zahntarife erstatten die Kosten einer PZR.

Zahntechniker

Die zahntechnischen Labore fertigen aufgrund des Abdruckes des Zahnarztes den gewünschten Zahnersatz an.

 

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